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Aktualisiert: 30.04.2012

 

 

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  Air Gebirge und TENERE - Wüste:  Sehenswürdigkeiten im Niger

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Die Ténéré, eine gelbe, weisse, rosa Welt aus Sand und Dünen, gilt als die schönste Wüste überhaupt. Und als die spektakulärste: Jedes Jahr nach Ende der Regenzeit im Air, brechen von dort die Karawanen der Tuareg nach Osten auf, um das für ihre Herden lebenswichtige Tiersalz aus den Salinen - Oasen Fachi und Bilma zu holen. Auf dem Rückweg ziehen manche zunächst nach Süden, an die Ufer des Nigerflusses, um einen Teil ihrer Ware gegen Hirse zu tauschen, bevor sie zurückkehren zu ihren Zelten und Herden in den Wadis des Air. Über 1500 Kilometer in drei Monaten !! Lastwagen haben vergeblich versucht, die Karawanen zu ersetzen. Zu hoher Aufwand durch Benzin- und Verschleisskosten macht das Unternehmen unrentabel. Ténéré - Reisende können daher auch in Zukunft noch sicher sein, in der Zeit von Ende Oktober bis Anfang März den legendären Salzkarawanen auf ihrem Jahrhunderte alten Weg von den Wadis zu den Oasen zu begegnen. - Den wahren Geschmack des Wassers erkennt man in der Wüste !! - (Sprichwort)

Gadoufawa: Dieser "Dinosaurier - Friedhof" ist eine der grössten Knochenfundstellen der Welt. Die riesigen Knochen ragen einfach aus dem Sand heraus. Oder verschwinden wieder, wie es dem Wind gerade gefällt.

Arbre du Ténéré: Der Baum der Ténéré, eine Akazie, wurde vor Jahren Opfer eines libyschen LKW-Fahrers, und wurde in das Museum von Niamey gebracht. Geblieben sind der Brunnen und sein einsamer Wärter: das letzte Stück Zivilisation vor Fachi, 170 Kilometer weiter östlich.

 

Fachi und Bilma: Die Salzoasen der Ténéré sind das Ziel der Tuareg - Karawanen. In Bilma, schon fast an der Grenze zu Tschad und Tibesti, finden sie das bessere Salz, in Fachi allerdings die in ganz Niger berühmten Datteln. Sowie einen sagenhaften Sonnenaufgang für all jene, die wie unsere Reisenden in den  Dünen westlich von Fachi übernachten. In Form von Kantu (= Salzkegel), Platten und kleineren Stückchen wird das Salz auf die Kamele geladen und nach Timia, Agadez und in den Süden bis nach Kano in Nigeria gebracht.

 

 

 

 

Plateau du Djado: Der Wind, der fast ständig durch dieses Randgebiet der Ténéré bläst, hat hier in Millionen von Jahren Felsen zu seltsamen Skulpturen geformt, z.B. in Orida (Foto). Rätselhaft ist noch immer das Schicksal der "Ville morte", der toten Stadt Djado, deren Mauern sich ein wenig gespenstisch neben einer Palmenbepflanzung erheben. Niemand weiss genau, was aus den Bewohnern wurde: ob sie von Raubrittern getötet wurden oder auf Grund der malariaverseuchten Sümpfe flohen. Wahrscheinlich ist die Zitadelle christlichen Ursprungs.

 

 

 

 

Air - Gebirge und Umgebung:

                                                                                                                                      

Agadez: 1438 gegründet, ist Nigers Tor zur Wüste und "Hauptstadt der TUAREG". Legendäres Ziel vieler SAHARA-Reisender, die hier eine besondere Weltend-Atmosphäre suchen. Diese Stadt, die soviel weniger bekannt wurde als Timbuktu, hat als starke afrikanische Stadt überlebt. Sie ist wichtiges Handelszentrum und Karawanenstation. Eindrucksvollstes Bauwerk, charakteristisch für das Stadtbild, ist die Moschee mit dem über 500 Jahre alten Minarett, die im "Bancostil" erbaut wurde. Banco ist ein Baustoff aus roter Erde, Stroh und Kuhmist.

 

Izouzadéne: Bekannter unter dem Namen "Blaue Berge". Sie bestehen aus grauem und blauem Marmor, der, je nach Lichteinfall, einen ergreifenden Kontrast zum Gelb und Rosa der Dünen und dem schwarzen Basalt herbeizaubert. 

 

 

 

Oasen des Air: Im Herzen des Air befinden sich einige Oasen sesshafter Tuareg, die von Gartenwirtschaft leben. Die berühmtesten sind Timia, eine wunderschöne Bergoase, Iférouane und Tabelot. Orte, die auf wunderbare Weise zeigen, wie Menschen in zähem Ringen, aber auch mit einer ganz besonderen, unbestreitbaren "Lebensqualität" gegen die Wüste aushalten.

 

 

 

Anakom: Das "Freilichtmuseum" des Air. Frühe Bewohner dieser Gegend hinterliessen an dieser Stelle beeindruckende Felsgravierungen von Tieren (z.B. Giraffen), die vor Urzeiten in einer noch tropischen Sahara lebten.

 

 

 

 

Arakao: Phantastisch wie eine Fata Morgana ! Wie ein stürmisches Meer werfen sich hier gewaltige Dünen gegen den schwarzen Basalt des Air - Randes. Der schönste Augenblick ist bei Sonnenaufgang.

     

 

 

 

 

                                                                                           

Temet: Die höchsten Dünen der Sahara sind bis zu 300m Metern hoch.

                                                                       

 

Chiriet: Inselberg am Nordrand des Air, daneben ein Dünenmeer,

zu dessen Füssen oft Nomaden und Herden lagern.

 

 

 

 

 

Agamgam: In der Tiefe einer Felsspalte befindet sich eine "Guelta": ein natürliches Regenwasser-Reservoir von unschätzbarem Wert für die Tuareg.

 

Wadis des Air: In den Trockenbetten der Air - Flüsse leben die Tuareg -  Nomaden. Am Fusse schroffer Basaltfelsen trifft man die weit gestreuten Zeltlager der "Blauen Männer", deren Stämme und Klans seit Jahrhunderten ihren Herden auf deren Weg zu Wasser und Wieden folgen.

 

 

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